Diskriminierungssensible Psychotherapie
In meiner psychotherapeutischen Arbeit ist mir eine diskriminierungssensible Haltung besonders wichtig. Ich verstehe psychische Belastungen nicht losgelöst von gesellschaftlichen Bedingungen, sondern immer auch im Zusammenhang mit Erfahrungen von Ausgrenzung, Ungleichbehandlung, Machtverhältnissen und struktureller Benachteiligung.
Diskriminierungserfahrungen – zum Beispiel aufgrund von Herkunft, Sprache, Hautfarbe, Religion, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Behinderung oder sozialer Position – können die psychische Gesundheit erheblich beeinflussen. Diese Erfahrungen finden in meiner Arbeit ausdrücklich Raum und werden ernst genommen. Ziel ist es, einen möglichst sicheren therapeutischen Rahmen zu schaffen, in dem unterschiedliche Lebensrealitäten gesehen und respektiert werden.
Diskriminierungssensible Psychotherapie bedeutet für mich auch, die eigene therapeutische Rolle kritisch zu reflektieren, Offenheit für unterschiedliche Perspektiven mitzubringen und gemeinsam mit den Patient:innen zu prüfen, was hilfreich, stützend und entlastend ist. Therapie soll ein Ort sein, an dem Sie sich nicht erklären oder rechtfertigen müssen.
Psychotherapie mit Dolmetscher:innen ist für mich selbstverständlich möglich. Sprache darf keine Barriere für Zugang zu psychotherapeutischer Unterstützung sein. Die Zusammenarbeit wird transparent und sorgfältig gestaltet, sodass ein vertrauensvoller therapeutischer Prozess entstehen kann.
Diese Haltung prägt meine gesamte Arbeit – unabhängig davon, welches konkrete Angebot Sie in Anspruch nehmen.